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Thread: Arginin bei Niereninsuffizienz ?

  1. #1
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    Jan 2018
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    Arginin bei Niereninsuffizienz ?

    Hallo Herr Dr. Michalzik
    Arginin ist beteiligt an wichtigen Stoffwechselschritten z.b. Synthese von Stickoxid, Creatin, Ornithin, Citrullin, Harnstoff, Spermidin, Spermin. Aus Arginin kann Citrullin im Darm synthetisiert werden. Citrullin gelangt dann ins Blut und wird zu den Nieren transportiert, wo es in Arginin umgewandelt werden kann. Die Citrullinkonzentration reflektiert also das Gleichgewicht zwischen Synthese aus Arginin im Darm und Rückumwandlung zum Arginin in der Niere.

    Folgende Aussagen finden sich im web;
    - Bei Niereninsuffizienz steigt Plasma-Citrullin an, da die renale Umwandlung in Arginin abnimmt.
    - Die Serumkonzentration von Citrullin korreliert mit dem Serumkreatinin.

    Darf dann folgender Schluss gezogen werden:
    Bei Einnahme von Arginin (und Citrullin) liegt eine höhere Konzentration der beiden Stoffe im Darm vor und die Bildung von Citrullin wird erhöht. Durch eine Niereninsuffizienz oder eine andere Störung wird die Umwandlung von Citrullin in Arginin gehemmt. Die Folge ist dann ein erhöhter Kreatininwert, der wiederum als Massstab für die Niereninsuffizienz herangezogen wird.

    Damit stellen sich folgende Fragen:
    - Wie kann man die Umwandlung von Citrullin in Arginin verbessern?
    - Wie kann die Ausscheidung von Citrullin und Kreatinin verbesset werden?
    - Inwieweit ist Vitamin D3 beteiligt ?

    LG
    Bernhard

  2. #2
    Junior Member
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    Apr 2018
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    Diese Fragen interessieren mich auch. Ich kenne eine 84 jährige Frau mit Niereninsuffizienz. Nach einem Schlaganfall (ponsinfarkt rechts), haben sich im Laufe der folgenden Monate die Nierenwerte kontinuierlich verschlechtert. Schon während der Reha musste Metformin abgesetzt werden.

    Nach Umstellung auf eine vegetarische Ernährung mit täglich Soja haben ihre Werte stagniert und sogar leicht gebessert.

    Sie nimmt seit ein paar Wochen unregelmäßig l-arginin base Pulver (1-2g). Bei der letzten Blutuntersuchung hatten sich ihre Werte signifikant gebessert. GFR ist von 24 auf 34 gestiegen und Kreatin in von 1,60 auf 1,20 gesunken.

    Dafür ist nun der Hämatokrit Wert im minus. Ich vermute eine Wirkungsverstärkung der Gerinnungshemmung von Eliquis durch L-arginin. Für ihren Nephrologen ist l-arginin und citrullin "Homöopathie".
    Deswegen schweigt er zu Fragen hierzu.

    Sie würde gerne citrullin zum l-arginin einnehmen um die Halbwertszeit vom Arginin zu verlängern.

    Wenn nun aber wie Bernhard schreibt citrullin bei Niereninsuffizienz erhöht ist, wäre das ja wahrscheinlich kontraproduktiv oder sogar schlecht für sie.

    Hoffe das noch jemand vom Fach etwas genaueres dazu sagen kann.

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